Was ich mir wünsche…..

In den letzten Wochen und Monaten habe ich sehr stark auf vergangene Zeiten, vergebliche Hoffnungen und geschlossene Türen geschaut. Meine Gedanken dazu habe ich hier und hier in Blogbeiträgen festgehalten, außerdem habe ich auch angefangen meine Erinnerungen an die Begleitung meiner Mutter bis zu ihrem Tod unter „Erinnerungen 2017“ aufzuschreiben, wobei diese Erinnerungen für mich schöne Erinnerungen sind, die ich mir für die Zukunft bewahren möchte!

Aber nicht alle Erlebnisse der letzten Zeit habe ich so gut verarbeiten können – das hat man meinen Tweets und vielen Blogbeiträgen seit Ende Juni deutlich angemerkt. Es ist wohl sehr menschlich, in schwierigen Zeiten auf geschlossene Türen zu schauen und immer wieder nach dem „warum“ zu fragen. Bei mir ist diese Herangehensweise besonders stark ausgeprägt, da ich immer sehr „kritisch-analytisch“ an alles herangehe. Was im Berufsleben wichtig und vorteilhaft ist (ich finde fast jedes Haar in der Suppe….), macht manches eher private Erlebnis nicht unbedingt leichter. Es gehört zu mir, daß ich diesen Weg so gegangen bin und auch noch gehe. Das heißt aber nicht, daß ich nicht auch nach vorne schaue, mich auf manches freue und auch (bis auf den einen „bekannten Bereich“) hoffe. Und so habe ich in den letzten Tagen eine Art „Wunschliste“ erstellt, denn es ist ja gerade die Jahreszeit der Wunschlisten. Manche Wünsche kann ich mir (relativ problemlos) selbst erfüllen, manche Wünsche sind eher eine Frage der Zeit oder der Selbstdisziplin und für manche Wünsche hoffe ich auf eine wohlwollende „Wunscherfüllungsinstitution“ egal, ob es sich dabei um den Nikolaus, den Weihnachtsmann, meine Mutter im Himmel, das Schicksal oder das Universum handelt. Es handelt sich hierbei nur um persönliche, nicht um politische oder gesellschaftliche Wünsche. Das mag in den aktuellen Zeiten egoistisch sein, aber nur wenn es mir zumindest einigermaßen gut geht, kann ich mich sinnvoll mit politischen oder gesellschaftlichen Themen auseinandersetzen.

Hier also meine aktuelle „Wunschliste“ (die sich natürlich wahnsinnig schnell verändern kann). Ich wünsche mir, daß……

* ich den 01.12., den 05.12. und den 13.12. als Tage mit wunderbaren Erinnerungen und neuen schönen Erlebnissen in Erinnerung an die Zeit mit meiner Mutter feiern kann. Es wird noch einmal eine sehr ambivalente Zeit werden und ich habe bewußt keine beruflichen Termine auf diese in meiner Erinnerung so wichtigen Tage (01.12. – Begleitung meiner Mutter ins Hospiz, 05.12. – Todestag meiner Mutter, 13.12. – Beerdigung meiner Mutter) gelegt. Und nein, ich werde an diesen Tagen nicht auf den Friedhof gehen, sondern – so wie meine Mutter es sich immer gewünscht hat – an für mich schönen Orten bei gutem Essen an sie denken. Vielleicht werden auch ein paar Tränen fließen aber es werden gute Tränen sein.
* ich dieses Jahr wieder die Zeit und die Gelegenheit finde, ein paar schöne Weihnachtsmärkte zu erkunden. Wer einen guten Tipp hat oder mich begleiten möchte, darf sich gerne melden.
* die vielen bunten Theateraufführungen und Ausstellungen, die ich in diesem Jahr besucht habe und demnächst noch besuchen werde, meine Seele langsam wieder „bunt färben“.
* ich weiter wunderbare Theateraufführungen und Ausstellungen erleben und besuchen darf (gerne auch in Begleitung – „Vorschläge sind jederzeit willkommen).
* meine geplante Reise nach Österreich mit (Weihnachtsmarkt-) Besuchen in Wien, Salzburg und Innsbruck so wunderbar wird, wie ich mir das bei der Planung und Reservierung ausgemalt habe.
* es irgendwann im Dezember bei uns schneit.
* ich wieder mehr zum Lesen komme – ein genügend großer Buchvorrat ist vorhanden, aber in den letzten anderthalb Jahren bin ich kaum dazu gekommen. Schwierige Zeiten lassen manchmal wenig Zeit zum „Abtauchen“……
* ich es endlich schaffe, mein Büro mal richtig aufzuräumen….. (dieser Wunsch würde auf einer Wunschliste meiner Mutter auch ganz oben stehen…..).
* ich wieder dazu komme, neue Kochrezepte auszuprobieren. In den letzten Monaten hatte ich dazu nur selten Lust und Kraft. Möchte jemand „Versuchskaninchen“ sein?
* ich die Weihnachtszeit und den Jahreswechsel wieder so genießen kann, wie letztes Jahr – durchaus mit ambivalenten Gefühlen und Gedanken, aber ohne Bitterkeit, Traurigkeit und Schmerz.
* ich endlich den „Bügelwäscheberg“ bezwinge.
* ich es schaffe, bestehende und auch „eingeschlafene“ Bekanntschaften und Freundschaften zu bewahren beziehungsweise wiederzubeleben. Ich bin sehr stark themenorientiert und weniger beziehungsorientiert. Wenn es keine gemeinsame „Aufgabe“ gibt, dann schlafen Kontakte schnell ein, ohne daß mir das wirklich auffällt. Einmal gerissene Gesprächsfäden kann ich nur selten wieder aufnehmen, es fehlen mir oft einfach die Anknüpfungspunkte.
* ich wieder neugierig auf Menschen bin und mich auf Gespräche mit (noch unbekannten) Menschen freue.
* ich in der Nähe und Ferne schöne Orte entdecken darf.
* ich es schaffe, das Treppengeländer draußen abzuschleifen und zu streichen (wer meine diesbezüglichen „Begabungen“ kennt, ahnt, wie groß dieser Wunsch ist).
* ich den Garten endlich gebührend pflegen und genießen kann.
* die Traurigkeit und der Schmerz aus den „sommerlichen Ereignissen“ weiter nachlassen und bald ganz verschwinden, so daß sie irgendwann nur noch eine mahnende und warnende Erinnerung an eine für mich schlimme Zeit sind.
* ich einen Weg finde, Twitter wieder zu nutzen.
* ich gesund bin und bleibe.
* ich wieder zu kreativen Gedanken, Ideen und Herangehensweisen fähig bin.
* ich wieder ohne konkreten Anlaß lächeln und lachen kann.
* ich wieder offen für neue Entdeckungen, Themen, Ideen und Gedanken bin.
* ich mich wieder auf meinen 50. Geburtstag im nächsten Jahr freue und einen schönen Weg finde, diesen Tag zu verbringen und zu genießen.
* ich das ehemalige Schlafzimmer meiner Mutter in ein Zimmer für mich „umwandeln“ kann. Ein paar Ideen habe ich schon…..
* ich wieder regelmäßig dazu komme, meine „drei Seiten“ zu schreiben.
* ich wieder mehr dazu komme, Blogbeiträge zu schreiben.
* ich es endlich schaffe, das im Januar 2018 begonnene „Projekt Lebensfreude“ weiterzuführen.
* Ruhe, Zufriedenheit und Gelassenheit als wesentliche Teile eines glücklichen Alltags wieder einkehren.
* die nächsten Wochen und Monate einfach schön werden.

3 Gedanken zu „Was ich mir wünsche…..“

  1. Liebe Astrid,
    ich wünsche Dir, dass alle Deine guten Vorsätze gelingen. Eine Besonderheit ist mir aufgefallen. Und zwar wirst Du im nächsten Jahr 50 und ich 60 Jahre. Das Jahr 2018, welches sind dem Ende neigt, war auch für mich nicht sehr angenehm. Allerdings nicht zu vergleichen mit den schrecklichen Ereignissen – wie in Malibu. Durch die Zerstörung dieser Feuerwalze wurden und werden viele Häuser und Leben ausgelöscht. .
    Es ist auch tragisch für jene – die unversehrt sind. Für mich wäre es das Schlimmste – und unvorstellbar (mein und unser Zuhause) zu verlieren.
    Wir haben als *Thomas Gottschalk* Fans eine Herbstbunte Plauderecke auf Twitter gegründet, da kam mir die Idee meinen nächsten Geburtstag „Oper für ALLE“ in München zu verbringen, sowie beim Klassik Open Air „OPER FÜR ALLE“ 2018 – 8. Juli 2018. Wann es genau stattfindet müssen wir noch zur gegeben Zeit recherchieren.

    Vielleicht ergibt sich ja ein schöner Anlass für einen *treuen Kern unserer Twitter Freunde* sich mal persönlich kennenzulernen.

    Hoffentlich erscheine ich Dir nicht zu aufdringlich, bitte sehe es ganz unverbindlich…
    Liebe Grüße von Gabriela Wendt aus Dortmund

    1. Danke für die Antworten zu meinen Blogbeiträgen. Es ist mir allerdings wichtig, daß es sich nicht um Vorsätze, sondern um Wünsche handelt. Das ist für mich ein riesiger Unterschied.
      Ich bin auch kein „Thomas-Gottschalk-Fan“, von daher passe ich nicht in die Plauderecke. Trotzdem danke für das Angebot!

  2. Liebe Astrid!

    Ich wünsche dir, dass deine Wünsche in Erfüllung gehen! Es muss ja nicht Alles auf einmal passieren, aber so nach und nach in genau der „richtigen Reihenfolge“! Und dann noch zum bestmöglichen Zeitpunkt – obwohl es den ja eh nicht gibt! Ganz besonders hoffe ich, dass der Dezember ein guter Monat wird!

    PS: Und das mit dem Twittern unterstütze ich vorbehaltlos. Dein spöttisches „Dazwischengrätschen“ fehlt! 😉

    Alles Gute

    Dirk

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